Neue Briefmarkenausgabepolitik von P.F.

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erstellt von u.kordeck am 5. Juli 2003 um 11:21:30 Uhr



Neue Briefmarkenausgabepolitik von P.F.
Nicht nur Zustimmung findet die neue Briefmarkenemissionspolitik der fär. Postverwaltung (POSTVERK FÖROYA, PF), die in der Abonnentenzeitschrift "Neuheiten von den Färöern" Nr.1/2003 vorgestellt wurde. In einer Zeit, in der Briefmarken immer weniger zur Freimachung von Bedarfspost verwendet werden, steigt die Zahl der jährlich auf den Färöern verausgabten Briefmarken: 39 verschiedene Marken (davon drei mal zehn in grossformatigen Kleinbögen) sieht das Ausgabeprogramm von PF für 2003 vor. Dafür soll zwar die Zahl der zu vielen hohen Werte eingeschränkt werden, trotzdem erhöht sich aber der Preis für einen Jahressatz 2003 auf 237,50Kr. (ohne Heftchen). Alle Angaben aus dem lesenswerten Kommentar "Postverk Föroya - quo vadis ?" von Rolf DÖRNBACH in PHILATELISTISCHE NACHRICHTEN (Forschungsgemeinschaft Nordische Staaten e.V.) Nr.122 Mai 2003, S.371-4. Ich habe selber mal fär. Briefmarken gesammelt: Weil es eine Möglichkeit war, ein neues Sammelgebiet von Anfang an komplett zu bekommen (obwohl für den Michel-Katalog die Aushilfsausgaben aus den beiden Weltkriegen die ersten Nummern waren), wegen der informativen Faltblätter zu den einzelnen Markenausgaben eines Landes, für das ich mich interessiere, und weil PF eine lange Zeit eine doch massvolle Ausgabenpolitik mit Färöerbezug betrieben hat. Damit war es vor ein paar Jahren vorbei, als Kleinbögen wie der zur "nordischen Mythologie" erschienen oder die Serie Grosswale zu insg. 40KR. - dafür gibt es im Modernen Antiquariat ein komplettes Buch. Was die Götterdichtung "Völuspa" (Ausgabe vom 24.02.03) konkret mit den Färöern, einer seit 1000 Jahren christlich geprägten Inselgruppe, zu tun haben soll, ist mir schleierhaft. Abgesehen davon halte ich die Entwürfe von Anker Eli P. einfach nur für scheusslich oder zumindest "künstlerisch eigenwillig gestaltet". PF ist mit der neuen Ausgabepolitik auf dem falschen Weg. Deren Begründung wird in dem o.g. ausführlichem Kommentar in Frage gestellt. Ich hoffe, dass sich die verbliebenen Färöer-Sammler auf dem zu errichtenden Leserforum auf den Färöer-Seiten der "Philatelistischen Nachrichten" zu diesem Thema äussern werden.

          Bisherige Antworten:

          Anker Eli Arne List 05.05.2004 22:20




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