Häufig gestellte Frage : "Zehn vor zwei"

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erstellt von u.kordeck am 10. April 2003 um 10:12:39 Uhr



Häufig gestellte Frage : "Zehn vor zwei"
Vor ein paar Jahren besuchte ein Skandinavist für ein paar Tage die Färöer. Vor einem Juweliergeschäft in Sörvagur blieb er stehen und betrachtete andächtig eine gemalte altmodische Uhr. Beonders die Zeigerstellung (zehn vor zwei) hatte es ihn angetan, sodass er jetzt in seinem kürzlich erschienenen Buch auf S. 81 darauf zurückkommt: "und einen Augenblick dachte ich darüber nach, was den Schildermaler wohl dazu bewogen haben könnte, gerade diesen Moment zu verewigen." Häufig gestellte Frage auch ausserhalb der Färöer und oft genug beantwortet, zuletzt in DIE ZEIT Nr. 15 vom 3. April 2003, S. 56: "Warum stehen die Zeiger auf der Uhren-Werbung immer zehn nach zehn oder zehn vor zwei ?" Antwort sinngemäss: Durch die o.g. Zeigerstellung, ähnliche Positionen wie etwa acht vor zwei oder acht nach zehn haben die gleiche Wirkung, entsteht der Smiley-Effekt: Die Uhr scheint uns anzulächeln. Die nach oben gerichteten Zeiger haben (wie Gesichter mit hochgezogenen Mundwinkeln) eine positive Ausstrahlung. Der Betrachter fühlt sich von der Uhr angesprochen und nach Hoffnung der Werbestrategen zum Kauf angeregt. Ausserdem bleibt durch diese Zeigerstellung der Firmenaufdruck, der sich meistens unterhalb der Zwölf auf dem Zifferblatt befindet, erkennbar. Was das mit den Färöern zu tun hat ? Natürlich gar nichts wie auch weitere Gedankengänge des Autors in seinem Buch, das am 9.4. in der FR besprochen wurde ("Der Textmaler").

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